CALL FOR ABSTRACTS

Ausgabe 10 │ Sommer 2019

Einreichfrist für Themenvorschläge: 15. Dezember 2018

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Unterschiedliche Formen der Medienkommunikation spielen inzwischen in fast allen Bereichen und Facetten des täglichen Lebens eine bedeutende Rolle. Dadurch hat sich auch der Gegenstandsbereich der Medien- und Kommunikationswissenschaft in den letzten Jahren enorm ausgedehnt. Was sind aktuelle Trends im Bereich der Medienkommunikation? Welche medienbezogenen Phänomene, Praktiken und Prozesse rücken vermehrt in das Blickfeld? Und mit welchen neueren Themen und innovativen Ansätzen muss sich das Fach gegenwärtig und in Zukunft auseinandersetzen? Diesen Fragen will sich das kommunikations- und medienwissenschaftliche Open-Access-Journal kommunikation.medien in seiner 10. Ausgabe widmen und lädt vor diesem Hintergrund zur Einreichung von Themenvorschlägen in Form von Abstracts ein. Kommunikation.medien richtet sich speziell an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsergebnisse, die auf Basis von BA- oder MA-Abschlussarbeiten oder als Work in Progress während der Promotionsphase entstehen, einer breiteren Fachöffentlichkeit zu präsentieren.

Themenschwerpunkt

2019 ist für kommunikation.medien in zweifacher Hinsicht ein Jubiläumsjahr: Zum einen erscheint die zehnte Ausgabe des Journals, zum anderen feiert der Salzburger Fachbereich Kommunikationswissenschaft sein 50-jähriges Bestehen. Passend hierzu sucht die Redaktion aktuell Beiträge, die medien- und kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen im Kontext von aktuellen technologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungsprozessen bearbeiten und insbesondere neuere Gegenstände und Entwicklungen in der Medien- und Kommunikationswissenschaft in den Blick nehmen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die folgenden Themenfelder besonders interessant:

Datafizierung und Algorithmisierung: Welchen Einfluss hat die massenhafte Erfassung, Verbreitung und Verwertung von Daten und Datenspuren auf unser Medienhandeln? Welche potenziellen Folgen sind damit verbunden? Wie wirkt sich die Ungleichverteilung von Wissen und Daten auf die Machtrelationen unterschiedlicher medialer Akteure aus?

Automatisierung: Wie hat sich die Medienkommunikation durch die Implementierung von Artificial Intelligence (AI) in Technologien und Apps verändert? Welche neuen kommunikativen Konstellationen und mediale Formen werden durch das Internet of Things ermöglicht? Was bedeutet die Programmierung automatisierter Kommunikationsflüsse für das Medienhandeln im Alltag? Welche politischen, regulatorischen und ethischen Abwägungen kommen dabei ins Spiel?

Herausforderungen für die Demokratie: Wie lassen sich Prozesse eines wachsenden Relativismus gegenüber Fakten, einer fortschreitenden Fragmentierung und Polarisierung des Informationsnutzungsverhaltens oder einer sich weitenden Wissenskluft erklären und was sind ihre Implikationen? Welche Bedeutungen müssen dabei Fake News, Filter Bubbles und Echo Chambers zugeschrieben werden? Durch welche Steuerungsmechanismen aber auch kulturelle und politische Interventionen kann radikalisierenden Trends in der Medienkommunikation entgegengewirkt werden?

Entgrenzungen: Ganz allgemein sind hier Fragestellungen von Interesse, die sich mit Entgrenzungsphänomenen auf allen Ebenen der Medienkommunikation sowie mit Entgrenzungen des Fachs Medien- und Kommunikationswissenschaft befassen. Inwiefern haben sich einerseits Forschungs-, andererseits aber auch Berufsfelder in den letzten Jahren erweitert und ausdifferenziert? Was bedeutet dies für Kommunikationsberufe und für das kommunikationswissenschaftliche Studium?

Open Topic Policy

Neben den oben genannten Feldern sind aber auch Themenvorschläge zu weiteren Bereichen der Medien- und Kommunikationswissenschaft erwünscht. Gefragt sind etwa Beiträge zu ‚klassischen‘ kommunikationswissenschaftlichen Problemstellungen auf den Gebieten der Nachrichten-, Rezeptions- und Medieninhaltsforschung, der transkulturellen oder Organisations-Kommunikation. Kommunikation.medien zielt generell auf eine große Bandbreite von Fragestellungen, die sich auf die wechselseitigen Beziehungen von Kommunikation, Medien und Gesellschaft beziehen und eine kritische Auseinandersetzung anregen. Willkommen sind sowohl theoretische Diskussionen wie auch empirische Beiträge und interdisziplinäre Perspektiven.

kommunikation.medien

Das akademische Open-Access-Journal kommunikation.medien wird seit 2012 im Rahmen eines Masterprojekts vom Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg herausgegeben. kommunikation.medien erscheint ein- bis zweimal jährlich, steht als frei zugängliches Onlinejournal zur Verfügung und ist seit 2018 im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet. Im Sinne der Qualitätssicherung unterliegen alle Beiträge einem Peer-Review-Verfahren. Neben der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln, Buchbesprechungen und Tagungsberichten gibt kommunikation.medien im Rahmen des Salzburger Sonderfensters regelmäßig Einblicke in die Forschungsarbeiten von Studierenden am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg. Über mögliche Einreichformate und formale Kriterien informieren Sie sich bitte auf unserer Website: http://eplus.uni-salzburg.at/JKM/wiki/hinweise.

Modalitäten der Einreichung und Fristen

Erbeten wird die Einreichung von Extended Abstracts im Umfang von 4000 bis 6000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und bibliografischen Angaben) bis zum 15. Dezember 2018 an redaktion@kommunikation-medien.at. Aus dem Abstract sollten die zentrale Frage- bzw. Problemstellung sowie theoretische Verortung, methodische Herangehensweise und (erwartete) Ergebnisse klar hervorgehen. Die in deutscher oder englischer Sprache einzureichenden Beiträge sollten allgemein verständlich und den gängigen Kriterien wissenschaftlichen Publizierens gemäß formuliert sein. Nach redaktioneller Prüfung der Beiträge wird bis Anfang Jänner 2019 die Bekanntgabe über Annahme oder Ablehnung der Abstracts erfolgen. Full Papers sind bis zum 3. März 2019 einzureichen. Sie werden anschließend einem Peer-Review-Verfahren unterzogen, über dessen Verlauf und Ergebnis zeitnah per E-Mail informiert wird. Für Rückfragen stehen Mag. Dr. Corinna Peil (corinna.peil@sbg.ac.at) und Roland Holzinger (roland.holzinger@sbg.ac.at) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf spannende Einreichungen!

Das Redaktionsteam 2018/19 von kommunikation.medien


Call for Papers zu früheren Ausgaben von kommunikation.medien

Call für Ausgabe 9

Thematisch offener Call, Fokus „Innovativen Ansätze und Themen in der Medien- und Kommunikationswissenschaft“ (Ausgabe 9, 2018)

Call für Ausgabe 8

Themenschwerpunkt „Politische Kommunikation in turbulenten Zeiten“ (Ausgabe 8, 2017)

Call für Ausgabe 6

Thematisch offener Call (Ausgabe 6, 2016)

Call für Ausgabe 5

Themenschwerpunkt „Journalismus im Umbruch“ (Ausgabe 5, 2015)